Basiswissen Ayurveda
Ayurveda - Bedeutung und Geschichte
Ayurveda bedeutet das "Wissen vom Leben". Diese älteste überlieferte Heilkunde der Menschheit kommt aus Indien und doch wäre es falsch, sie als indische Medizin zu begreifen. Der Begriff Ayurveda setzt sich zusammen aus den beiden Worten Ayus (Leben) und Veda (Wissen).
Die ersten ayurvedischen Texte sind über 3500 Jahre alte, in Lehrbüchern niedergeschriebene Erkenntnisse, die bereits lange zuvor in mündlicher Tradition von Generation zu Generation weitergegeben wurden. Noch heute gelten die „sechs Klassiker“ Caraka Samhita, Sushruta Samhita, Vagbhata Samhita, Madhava Nidana Samhita, Sharngadhara Samhita und Bhava Prakasha Samhita als die authentischen Bezugspunkte ayurvedischen Wissens.
Im Jahre 1914 beschrieb der amerikanische Physiologe Walter B. Canon das vielleicht wichtigste Prinzip der modernen Medizin: die Homöostase. Er verstand darunter das Gleichgewicht der Körperfunktionen. Seither wurden im menschlichen Körper hunderte von homöostatischen Regelsystemen entdeckt, die alle in sehr komplexer Weise ineinandergreifen und sich wechselseitig beeinflussen. Mit dieser grundlegenden Idee vom Gleichgewicht der Körperfunktionen zeigte er ein Prinzip auf, das seit Jahrtausenden das Kernstück der ayurvedischen Heilkunde bildet. Der praktische Vorteil des ayurvedischen Verständnisses liegt darin, dass Homöostase hier als das dynamische Gleichgewicht von drei Regelsystemen begriffen wird, die in vielfältiger Art und auf klar vorhersagbare Weise beeinflusst werden können. Darin verbirgt sich auch der Schlüssel für eine ganzheitliche Strategie der Vorsorge und Therapie.
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Unsere Nahrung wird mit Hilfe des Verdauungsfeuers (Agni) verdaut. Wenn dieses Agni nicht optimal arbeitet, entstehen Stoffwechselschlacken (Ama), wörtlich übersetzt: "Unverdautes". Ama ist wie eine klebrige Masse, die in feinen Kanälchen verstopft und die Organe und Gewebe verschlackt. Deshalb wird Ama im Ayurveda als eine der wichtigsten Ursachen von Krankheiten verstanden. Im Frühstadium erkannt, kann Ama mit verdauungsfördernden Maßnahmen und leichter Kost abgebaut werden.
Im Winter erhöht sich Agni und das Verlangen nach schweren, fettigen und warmen Speisen. In dieser Zeit empfiehlt es sich zuhause eine Entschlackungskur durchzuführen.
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Erkältungen sind kapha-dominierte Krankeiten. Hauptauslöser sind das wechselnde Klima der Jahreszeiten, Bakterien und Viren, falsche Ernährungs- und unregelmäßige Tagesroutinen. Alle diese Faktoren können das Immunsystem schwächen. Neben der Anhäufung von Kapha (Schleim, Appetitlosigkeit, träge Verdauung, Sinusitis) können sich zusätzlich auch Pitta-Symptome (rote Augen, Fieber, roter Hals, Schwitzen) und Vata-Symptome (Müdigkeit, wässerig-laufende Nase, Gliederschmerzen, schwankende Temperatur) zeigen.
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Ganzkörper-Öl-Synchron-Massage mit warmem mediziniertem Sesamöl. Wirkt harmonisierend und entgiftend, fördert nachhaltig Entspannung und Wohlbefinden.
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Ayurvedische Synchronmassagen
Diese Massagen werden von 2 Therapeuten vierhändig durchgeführt. Im Ayurveda Parkschlösschen werden Frauen von Frauen und Männer von Männern behandelt, basierend auf den alten vedischen Schriften, für größte Wirksamkeit und tiefe Entspannung.
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Nadi pariksa – Die Pulsdiagnose
ist eines der zentralen Diagnoseverfahren im Ayurveda. Als eine von mehr als acht Diagnoseverfahren ist das Pulslesen eine der faszinierendsten Handwerkzeuge zur Diagnose und zur Prognose einer guten oder schlechten Lebensentwicklung.
Mit Hilfe der ayurvedischen Pulsdiagnose liest der Vaidya/Ayurveda-Experte am Puls des Patienten die mentale und körperliche Konstitution, die Disbalance der Doshas, die Bewegung und den Zustand der Doshas, die Bewegung der Subdoshas, das Agni (Verdauungsfeuer, metabolische Aktivität), die Bewegung der Toxine und der Gewebedegeneration sowie den möglichen anormalen Zustand der mentalen und körperlichen Aktivität ab.
Bei diesem Pulslesen platziert der Vaidya/Ayurveda-Experte drei Finger (Zeige-, Mittel- und Ringfinger) seiner rechten Hand unterhalb des Handgelenks des Patienten/Klienten. Bei Frauen wird an der linken Hand und bei Männern an der rechten Hand der Puls gelesen.
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